25.08.2026
Tennis

Herren II: Kämpferisch bis zum Schluss

Trotz couragierter Auftritte und starker individueller Leistungen müssen die Herren II den Weg in die Verbandsliga antreten – der Kopf bleibt oben.

Sieben Jahre in Folge spielte die zweite Herrenmannschaft der Eintracht in der Hessenliga, der höchsten hessischen Spielklasse – und auch in ihrer siebten Saison zeigte das Team von Jörg Büttner erneut, dass es dort hingehört. Am Ende steht dennoch der Abstieg, ausgelöst durch eine ligaweite Reform, in deren Zuge gleich vier Mannschaften absteigen mussten. Sportlich gesehen war es dabei eine Saison, auf die die Abteilung stolz sein kann.

Ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen

Die Saison begann mit einem knappen 5:4-Auswärtssieg beim SC Frankfurt 80 – ein perfekter Auftakt. Es folgte ein Auf und Ab auf höchstem Niveau: einer knappen 4:5-Heimniederlage gegen den TK Langen stand ein deutlicher 7:2-Auswärtserfolg beim FTC Palmengarten II gegenüber. Auch gegen RW Sprendlingen II (3:6) und BW Wiesbaden (2:7) mussten sich die Adlerträger knapp geschlagen geben, fuhr dafür bei TEC Darmstadt einen weiteren 5:4-Auswärtssieg ein. Ein Highlight der Saison war der überzeugende 6:3-Heimsieg gegen den TC Bad Homburg. Mit vier Siegen und vier Niederlagen und einem finalen Punktestand von 8:8 belegten die zweiten Herren am Ende einen soliden 6. Tabellenplatz – ein Ergebnis, das die Wettbewerbsfähigkeit der Mannschaft in dieser starken Liga eindrucksvoll unterstreicht.

Erfahrung trifft Nachwuchs – und das mit Erfolg

Was die Saison besonders auszeichnete, war das Zusammenspiel der Generationen. „Eine unfassbar gute Saison und kämpferische Leistung von allen Spielern – leider wurden wir durch unglückliche Umstände doch Absteiger. Es wurde Tennis auf hohem Niveau gespielt, und durch die älteren Spieler wurden die jungen mitgezogen“, zog Mannschaftsverantwortlicher Jörg Büttner ein positives Fazit.

Besonders hervorzuheben sind dabei die Leistungsträger der Mannschaft. Julien Penzlin, der für einige Spiele aus der ersten Mannschaft gewonnen werden konnte, war laut Büttner „ein absolutes Vorbild für alle". Auch Sven Corbinais aus der Herren 1 erwies der Mannschaft mit seinem Doppel-Einsatz einen großen Dienst und trug maßgeblich zu einem wichtigen Sieg bei. Routinier Lukas Storck musste das Team leider vorzeitig verlassen, da er im Ausland beruflich gefordert war – seine Rückkehr in den Kader hatte der Mannschaft zuvor wichtige Qualität und Erfahrung verliehen.
 
Der Nachwuchs stand dem in nichts nach: Lars Schneider, Vincent Stickdorn, Luis Benner, Shiro Bui und Gregor Distler gaben alles – auf und neben dem Platz. Sie sorgten für einen starken Teamzusammenhalt. Ein besonderes Lob gilt zudem Phil Dungs, der kurz vor der Saison verletzt ausfiel und eigentlich für die erste Mannschaft vorgesehen war. Er war bei jedem Spiel dabei und hat die Mannschaft mental stets auf dem Platz gestärkt.

Enttäuschung mit Blick nach vorn

Dass am Ende der Abstieg steht, ist bitter – zumal er nicht durch die eigene sportliche Leistung, sondern durch Strukturreformen bedingt war, in deren Folge gleich vier Teams absteigen mussten. Entsprechend groß war die Enttäuschung im Team. Doch der Blick geht klar nach vorn: Die Mannschaft hat in dieser Saison bewiesen, dass sie auf höchstem Niveau mithalten kann, und geht gestärkt aus dieser besonderen Spielzeit hervor. Noch ist die Enttäuschung groß, aber mindestens so groß ist die Motivation, in der kommenden Saison wieder Angriff zu nehmen.