28.02.2022
Tennis

Eintrachtkids on Tour

Nicht nur national wurden 2021 Erfolge gefeiert, auch international waren die Adlerträger:innen unterwegs. Ein kleiner Rückblick.

Neben vielen nationalen Turnieren, die Woche für Woche in allen Altersklassen von Eintrachtlern gespielt werden, sind auch einige Jungadler:innen international unterwegs und vertreten die Farben des Vereins. Neben dem starken internationalen Niveau, sind es natürlich auch wertvolle Erfahrungen und Erlebnisse, die die Kinder mitnehmen und in Erinnerung behalten. Phil (Jahrgang 2007), Tim (2007), Mihailo (2006) und Lilly (2009) nahmen oft weite Strecken auf sich, um an den Turnieren teilzunehmen und schlugen sich mehr als wacker.

Phil 

Phil Dungs ist jemand, der im Sommer 2021 viel herumgekommen ist. Den Anfang machte ein Tennis Europe-Turnier in Montreux im Juni 2021. Phil erreichte die zweite Runde in der Qualifikation – Das brachte ihm zwar keine Punkte, aber wertvolle Erfahrungen gegen internationale Kontrahenten. Danach ging es mit Familie Hohmann (ebenfalls Eintracht) Anfang Juli nach Rotterdam. Es war wieder ein tolles Turnier, bei dem Phil und Tim Hohmann nach starken Matches die Qualifikation sowie die erste Runde im Hauptfeld überstanden. Damit waren die ersten internationalen Punkte eingefahren. 

Danach machte Familie Dungs eine Europareise im Wohnmobil mit TE-Turnieren in Deutschland und Spanien. Nach einer ersten Station in Ulm ging es zu einem Turnier in der Sanchez Casal Academy in Barcelona. Phil erreichte das Hauptfeld und besiegte dort in einem dreieinhalbstündigen Match bei 35 Grad in der Mittagssonne einen russischen Jugendlichen aus der Academy. In der nächsten Runde traf Phil auf die Nummer sieben der Schweiz. Bei ebenfalls hochsommerlichen Temperaturen und nach mehr als drei Stunden verlor er in einem hart umkämpften dritten Satz gegen den Schweizer. Die beiden Spieler einigten sich darauf, gemeinsam Doppel zu spielen, verloren jedoch gegen eine starke französische Paarung. Weiter ging es nach La Nucia (bei Benidorm/Alicante) zur David Ferrer Academy. Wieder kam Phil ins Hauptfeld und verlor dort unter Flutlicht am späten Abend in drei Sätzen. Einige andere geplante Turniere fielen coronabedingt leider aus.

Tim

Tim Hohmann war ebenfalls international am Start und besuchte einige TE-Turniere. Der Doppelsieg in Waiblingen mit Max Pade war definitiv sein schönstes Erlebnis. Aber nicht nur sportlich resümierte Tim seine Erkenntnisse: „Die Spannung fängt schon lange vor dem Turnier an, sobald die Meldelisten veröffentlich werden: Bin ich Nachrücker für die Quali? Rutsche ich in die Quali oder vielleicht sogar direkt ins Hauptfeld? Wer hat sich sonst noch gemeldet? Wer sagt alles noch ab?“ Eine weitere wertvolle Erkenntnis die Tim mitnahm: „Alle können Tennis spielen, egal ob ein Tennis-Ranking vorhanden ist oder nicht!“

Tim war beeindruckt von der Professionalität der Spieler: „Alle Spieler sind 100 Prozent committed und ohne Einspielen/Warm-up geht praktisch niemand auf den Platz. Die Spieler sind fair und sportlich.“ Die internationale Atmosphäre hat es Tim angetan, da alle Nationen kommunizieren und Spaß miteinander haben. „Es sind tolle Erlebnisse und von der Professionalität der anderen Spieler kann man noch viel lernen. Großen Spaß hat man mit den Jungs aber auch neben dem Spielfeld, beim Fußball oder Kleinfeldspielen.“

Mihailo

Sportlich sehr erfolgreich war Mihailo Milenkovic, U18 Hessenligaspieler der Eintracht. Mihailo nahm Anfang Juni vergangenen Jahres am Tennis Europe U16 Turnier der Kategorie 3 „Tennispark Open 2021“ in Skopje, Nordmazedonien, teil und erreichte dort nach vier Siegen das Halbfinale. In einem über dreistündigen Match bei 30 Grad; siegte Milo mit 7:6 6:7 7:6 u.a. gegen den Zweitgesetzten. Im September kam Mihailo in Waterloo (Belgien), beim TE U16 „TDO Cup 4“ noch einen Schritt weiter und kämpfte sich sowohl im Einzel als auch im Doppel ins Finale. Nach vier Matches ohne Satzverlust und Siegen gegen die Zweit-  und Viertgesetzten traf Milo im Endspiel gegen den Favoriten Naoya Honda aus Japan. Mihailo hat gut gekämpft, aber der Gegner war an dem Tag besser. Das Doppelfinale fiel leider aus, da Mihailos Doppelpartner verletzungsbedingt aufgeben musste.

Lilly

Auch der weibliche Nachwuchs war sehr erfolgreich außerhalb der Landesgrenzen. Lilly Becker spielte im vergangenen Jahr sechs Tennis Europe Turniere und das mehr als erfolgreich. So erreichte sie dreimal das Finale und einmal das Halbfinale. Trotz Pandemie durfte sie Estland, Bulgarien und Bosnien bereisen. In Bosnien war sie sogar ohne Eltern unterwegs. Zwei Turniere hat Lilly in Deutschland gespielt. Die errungenen TE-Punkte haben dazu geführt, dass sie zu den DTB-Lehrgängen eingeladen wurde, was natürlich in diesem jungen Alter eine tolle Sache ist. Lilly hat großartige Erfahrungen gesammelt und viele neue Freundschaften geknüpft. Besonders schön fand sie die Doppel, bei denen sie mit internationalen Spielerinnen auf dem Platz stand und Partnerinnen aus Spanien, Portugal, Bulgarien und Israel an der Seite hatte.

Auch in diesem Jahr werden wieder einige Jugendspieler*innen ihr Bestes geben, um international für Aufsehen zu sorgen. Wir freuen uns darauf und werden es mit Spannung beobachten!
 

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