19.08.2026
Tennis

Ein mutiger Weg, ein starkes Team

Nach neun intensiven Spieltagen endet die Saison der neu ausgerichteten Herren I in der 2. Bundesliga mit dem Abstieg. Gleichzeitig gibt es sehr viel, worauf die Tennis-Abteilung der Eintracht stolz ist.

Es war die erste Saison einer neuen Ära: Ohne den Zukauf von Spielern aus dem Ausland, dafür mit Eigengewächsen und Talenten aus der Rhein-Main-Region, ist die Mannschaft von Trainer Eike Matthies in die 2. Bundesliga gestartet. Im Wissen um das sportliche Risiko, das mit diesem strategischen Kurswechsel verbunden ist, stellte sich das Team der Herausforderung. Am Ende der Saison steht der Abstieg aus der 2. Bundesliga Süd. Und trotzdem: Wer genau hinschaut, sieht eine Mannschaft, die genau das gezeigt hat, wofür dieser Weg steht.

Eine Saison unter besonderen Vorzeichen

Bitter war vor allem der Ausfall von Adlerträger Phil Dungs, der sich noch vor Saisonbeginn verletzte und die komplette Spielzeit verpasste. Für das Team bedeutete das aber auch: Spieler aus der Herren II bekamen die Chance, erstmals Bundesliga-Luft zu schnuppern.

Das Team hat sich aufopferungsvoll geschlagen und sich innerhalb der Liga viele Sympathien erspielt.

Eike Matthies, Trainer

Zwei Ergebnisse stechen besonders heraus: Die knappen 4:5-Niederlagen gegen den FTC Palmengarten und den Wiesbadener THC. Damit sicherten sich die Eintrachtler zwei echte Achtungserfolge gegen etablierte Gegner der Liga. „Das Team hat sich aufopferungsvoll geschlagen und sich innerhalb der Liga viele Sympathien erspielt“, zieht Trainer Eike Matthies ein positives Fazit. „Insgesamt hat das Team die Herausforderung grandios angenommen. Obwohl einige Spieler auf Grund ihrer Position doch oft zumindest vom Papier klar unterlegen waren, haben sie trotzdem oft enge Spiele bestritten, dabei nie aufgegeben, wenngleich am Ende oft kein Sieg dabei herauskam.“ 

Große Moral gezeigt

Bezeichnend: Kein einziges Mal wurden die Doppel hergeschenkt, selbst wenn die Niederlage nach den Einzeln bereits feststand. Diese Kampfmoral war für Trainer Eike Matthies keine Selbstverständlichkeit, sondern Ausdruck dessen, was dieses Team ausmacht: „Das Team ist ein richtiges Team, die Spieler verstehen sich untereinander sehr, sehr gut." Dieser Zusammenhalt hat sich auch im Support auf dem Platz immer wieder gezeigt.

Der Weg war die Botschaft

Der Abstieg schmerzt sportlich, keine Frage. Gleichzeitig war er von Beginn an ein mögliches Szenario und damit Teil eines Weges, der bewusst auf nachhaltige Entwicklung statt auf kurzfristige Verstärkung setzt. Diese Investition hat sich in dieser Saison ausgezahlt – nicht auf der Tabelle, aber auf dem Platz: in jungen Spielern, die erstmals Bundesliga-Erfahrung sammeln durften, in der Bindung des Teams untereinander und in Kampfgeist. Vizepräsident Armin Kraaz hatte vor der Saison bereits formuliert, dass Erfolg nicht allein am Klassenerhalt zu messen sei, sondern daran, ob junge Menschen über Jahre an den Verein gebunden werden und sich bei der Eintracht entwickeln können – unabhängig davon, ob eine Mannschaft in einer Saison auf- oder absteigt.

Der Blick nach vorn

Für die Herren I beginnt nun eine neue Phase: Die in dieser Saison gesammelte Erfahrung, die gewachsene Bindung im Team und der Mut, junge Spieler in Verantwortung zu bringen, sind die Grundlage für die anstehenden Partien. Der eingeschlagene Weg der Eintracht bleibt bestehen. In dem Team steckt großes Potenzial, und genau darauf lässt sich in den kommenden Jahren aufbauen.